Fuchs, du hast die Gans gestohlen – Text, Noten & Video zum Mitsingen

Fuchs, du hast die Gans gestohlen

Der Klassiker über den schlauen Fuchs

Kurz erklärt: „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“ ist eines der bekanntesten deutschen Kinderlieder. Den Text schrieb der Leipziger Lehrer Ernst Anschütz im Jahr 1824. Erzählt wird von einem Fuchs, der eine Gans stiehlt – und ermahnt wird, sie zurückzugeben und lieber kein Dieb zu sein.

Auf dieser Seite findest du den vollständigen Liedtext, einfache Noten und Akkorde, die spannende Geschichte hinter dem Lied sowie das Mitsing-Video von Kinderlieder mit Bobby.

Inhaltsverziechnis

Der komplette Liedtext

Fuchs, du hast die Gans gestohlen,
gib sie wieder her, gib sie wieder her!
Sonst wird dich der Jäger holen
mit dem Schießgewehr,
sonst wird dich der Jäger holen
mit dem Schießgewehr.

Seine große, lange Flinte
schießt auf dich den Schrot, schießt auf dich den Schrot,
dass dich färbt die rote Tinte
und dann bist du tot,
dass dich färbt die rote Tinte
und dann bist du tot.

Liebes Füchslein, lass dir raten,
sei doch nur kein Dieb, sei doch nur kein Dieb!
Nimm, du brauchst nicht Gänsebraten,
mit der Maus vorlieb,
nimm, du brauchst nicht Gänsebraten,
mit der Maus vorlieb.

Ein Lied mit einer kleinen Moral

Hinter dem lustigen Ton steckt eine klare Botschaft: Stehlen ist nicht in Ordnung. Der Fuchs wird ermahnt, die Gans zurückzugeben und sich lieber ehrlich mit einer Maus zufriedenzugeben.

Für Kinder ist das ein früher, spielerischer Zugang zu Fragen von Recht und Unrecht – verpackt in eine eingängige Melodie, die man nach einmal Hören schon mitsingen kann.

Noten & Akkorde

Noten & Melodie

Die Melodie ist schwungvoll und leicht zu merken.

  • Tonart: meist F-Dur oder G-Dur
  • Takt: 4/4-Takt, munteres Tempo
  • Melodieverlauf: klare Bögen mit vielen Wiederholungen
  • Schwierigkeit: leicht – gut für Kinder ab ca. 3 Jahren

Akkorde für die Gitarre

Mit wenigen Griffen begleitest du das ganze Lied:

  • In F-Dur: F – B♭ – C7 – F
  • In G-Dur (leichter): G – C – D7 – G

Anfänger-Tipp: Der Wechsel Grundakkord–Dominante (z. B. G–D7) trägt schon fast das ganze Lied. Zähl mit „1–2–3–4“ und wechsle jeweils am Taktanfang.

Herkunft & Bedeutung

  • Textautor: Ernst Anschütz (1780–1861)
  • Entstehung: 1824
  • Melodie: nach einer älteren Volksweise
  • Gattung: erzählendes Kinderlied mit Moral
  • Rechte: gemeinfrei (Public Domain)
  • Altersempfehlung: ab ca. 3 Jahren

Den Text verfasste Ernst Anschütz, ein Lehrer und Organist aus Leipzig, im Jahr 1824. Anschütz ist vielen als Textdichter bekannt – von ihm stammt unter anderem auch die verbreitete Fassung von „O Tannenbaum“. Er verband gerne eingängige Volksmelodien mit neuen, kindgerechten Texten.

„Fuchs, du hast die Gans gestohlen“ gehört seit dem 19. Jahrhundert zum festen Bestand deutscher Kinderstuben. Das Lied lebt von seiner klaren Erzählung und der kleinen moralischen Pointe am Ende: Statt zu strafen, rät die dritte Strophe dem Fuchs freundlich, ehrlich zu sein. Diese versöhnliche Wendung macht es bis heute zu einem beliebten Lied in Familie und Kita.

So macht das Mitsingen Spaß

Schritt für Schritt

  1. Video anschauen. Erst gemeinsam Bobbys Mitsing-Video ansehen und die Melodie aufnehmen.
  2. Refrain zuerst. „Gib sie wieder her“ ist am leichtesten – damit starten.
  3. Strophen ergänzen. Nach und nach die drei Strophen dazunehmen.
  4. Rollen verteilen. Ein Kind spielt den Fuchs, eines den Jäger – passend zum Text.
  5. Gemeinsam singen. Zum Schluss alles am Stück singen und die Moral besprechen.

In der Kita eignet sich das Lied gut, um über Themen wie Ehrlichkeit, Teilen und „Mein und Dein“ ins Gespräch zu kommen. Die klare Erzählstruktur hilft Kindern, dem Inhalt zu folgen.

Ideen: das Lied als kleines Rollenspiel (Fuchs, Gans, Jäger) inszenieren, Tierbewegungen einbauen oder die dritte Strophe als Gesprächsanlass nutzen: „Was hätte der Fuchs besser machen können?“

Jetzt anhören & streamen

Warum dieses Lied so wertvoll ist

Das steckt drin

  • Werte: Ehrlichkeit und Umgang mit Eigentum
  • Sprache: reiche Reime und eine klare Geschichte
  • Gedächtnis: viele Wiederholungen zum Mitsingen
  • Fantasie: Tiere als Figuren zum Nachspielen

Was Kinder dabei lernen

Kinder erleben, wie eine Geschichte in einem Lied erzählt wird, und setzen sich nebenbei mit einer einfachen moralischen Frage auseinander. Das fördert Sprachverständnis, Empathie und die Fähigkeit, über richtiges Verhalten nachzudenken – ganz ohne erhobenen Zeigefinger.

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Häufige Fragen

Den Text schrieb der Leipziger Lehrer Ernst Anschütz im Jahr 1824. Die Melodie geht auf eine ältere Volksweise zurück.

Ein Fuchs stiehlt eine Gans und wird ermahnt, sie zurückzugeben und lieber kein Dieb zu sein – ein Lied mit einer kleinen Moral.

Es ist ein sehr alter Klassiker. Die dritte Strophe endet versöhnlich mit dem Rat an den Fuchs, ehrlich zu sein. Viele Familien nutzen genau das als Gesprächsanlass.

Für Kinder ab etwa drei Jahren. Melodie und Refrain sind schnell mitzusingen.

Meist in F-Dur oder G-Dur im 4/4-Takt. Drei bis vier Akkorde genügen zur Begleitung.

Ja, der Text von 1824 und die Volksmelodie sind gemeinfrei und dürfen frei gesungen werden.

Vor allem Ehrlichkeit und den richtigen Umgang mit fremdem Eigentum – kindgerecht in eine Geschichte verpackt.

Im Mitsing-Video auf dem YouTube-Kanal Kinderlieder mit Bobby sowie bei Spotify, Apple Music, Amazon Music und Deezer.