Hoppe, hoppe Reiter – Text, Noten & Video zum Mitsingen
Hoppe, hoppe Reiter
Der liebste Kniereiter für die Kleinsten
Kurz erklärt: „Hoppe, hoppe Reiter“ ist einer der ältesten und bekanntesten Kniereiter-Reime im deutschsprachigen Raum. Das Kind sitzt dabei auf den Knien eines Erwachsenen und wird sanft „geritten“, bis es am Ende – ganz vorsichtig – „plumps“ macht. Ein Klassiker, den schon Großeltern und Urgroßeltern kannten.
Auf dieser Seite findest du den vollständigen Text, die bekanntesten Varianten, Spielanleitung, Herkunft und das Mitmach-Video von Kinderlieder mit Bobby.
Inhaltsverziechnis
Der komplette Text
Hoppe, hoppe Reiter,
wenn er fällt, dann schreit er.
Fällt er in den Graben,
fressen ihn die Raben.
Fällt er in den Sumpf,
macht der Reiter … plumps!
Hoppe, hoppe Reiter,
wenn er fällt, dann schreit er.
Fällt er in die Hecken,
fressen ihn die Schnecken.
Fällt er in das grüne Gras,
macht der Reiter wieder Spaß!
Ein Spiel, kein Schreckreim
Auch wenn Raben und Sumpf im Text vorkommen: „Hoppe, hoppe Reiter“ ist ein reines Spaß- und Kuschelspiel. Der „Sturz“ am Ende ist nur ein sanftes Kippeln oder Herunterlassen zwischen den Knien – begleitet von Lachen und Nähe.
Gerade dieser Wechsel aus Spannung („fällt er …“) und liebevoller Auflösung („plumps“) macht den Reiz aus. Babys und Kleinkinder lieben die Wiederholung und den vertrauten Höhepunkt.
Noten & Akkorde
Melodie & Rhythmus
„Hoppe, hoppe Reiter“ ist ursprünglich ein Sprechreim, wird aber oft auf einer einfachen Melodie gesungen.
- Charakter: gleichmäßiger, wiegender Rhythmus
- Takt: ruhiges „Reiter-Tempo“ zum Wippen
- Tonart (Bobby-Version): einfaches Dur
- Schwierigkeit: denkbar leicht – schon für Babys
Akkorde & Begleitung
Für die gesungene Fassung genügen zwei Griffe:
- Einfach: C – G7 – C
- Alternativ: G – D7 – G
Tipp: Wichtiger als Akkorde ist der Rhythmus. Wippe im gleichmäßigen Puls mit dem Kind auf den Knien – die Musik entsteht durch die Bewegung.
Herkunft & Bedeutung
- Art: Kniereiter- und Schoßreim
- Ursprung: altes deutsches Volksgut, mündlich überliefert
- Verbreitung: zahlreiche regionale Varianten
- Rechte: gemeinfrei (Public Domain)
- Altersempfehlung: ab dem Babyalter (ca. 6 Monate)
„Hoppe, hoppe Reiter“ gehört zur großen Familie der Kniereiter-Reime, die seit Generationen mündlich weitergegeben werden. Weil sie nie einen einzelnen „Autor“ hatten, existieren unzählige regionale Fassungen – mal fällt der Reiter in den Graben, mal in die Hecken, mal ins Gras.
Solche Schoßreime erfüllen einen wichtigen Zweck: Sie verbinden Körperkontakt, Sprache und Rhythmus. Das Kind spürt den vertrauten Puls, hört die Reime und erlebt am Ende einen kleinen, sicheren „Nervenkitzel“. Genau diese Mischung aus Geborgenheit und Überraschung macht den Reim seit Jahrhunderten so beliebt.
So geht das Kniereiter-Spiel
Schritt für Schritt
- Kind aufsetzen. Das Kind sitzt sicher auf euren Knien, mit dem Gesicht zu euch – so seht ihr seine Reaktion.
- Sanft wippen. Im gleichmäßigen Takt zu „Hoppe, hoppe Reiter“ leicht auf und ab wippen.
- Spannung aufbauen. Bei „wenn er fällt, dann schreit er“ das Tempo minimal steigern.
- Vorsichtig „fallen“ lassen. Beim „plumps“ die Knie leicht öffnen und das Kind sicher ein Stück absenken.
- Wiederholen. Kinder lieben die Wiederholung – so oft spielen, wie das Kind Freude zeigt.
In Krippe und Eltern-Kind-Gruppen ist „Hoppe, hoppe Reiter“ ein Herzstück der frühen Bindungsarbeit. Der Reim schafft Nähe, Blickkontakt und einen verlässlichen Ablauf, den schon Babys wiedererkennen.
Ideen: den Reim mit verschiedenen End-Varianten spielen, ein Tuch als „Reiter-Pferd“ nutzen oder das Tempo bewusst langsam halten, damit auch ganz kleine Kinder mitkommen.
Warum dieser Reim so wertvoll ist
Das steckt drin
- Bindung: Körperkontakt und Blickkontakt
- Rhythmusgefühl: gleichmäßiges Wippen im Takt
- Sprachanfänge: Reime und Wiederholung fürs Ohr
- Vertrauen: sichere Spannung und liebevolle Auflösung
Was Kinder dabei lernen
Schon Babys nehmen über solche Schoßreime Sprache, Rhythmus und Emotion auf. Sie lernen, kleine Spannungsbögen auszuhalten, weil sie wissen: Am Ende kommt der vertraute, fröhliche „plumps“. Das stärkt Urvertrauen und ist eine erste, spielerische Erfahrung mit Musik und Sprache.
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Häufige Fragen
Es ist ein sehr alter, mündlich überlieferter Kniereiter-Reim aus dem deutschen Volksgut. Einen einzelnen Autor gibt es nicht, dafür viele regionale Varianten.
Nein. Es ist ein reines Spiel: Der „Sturz“ ist nur ein sanftes Absenken zwischen den Knien, begleitet von Lachen und Nähe.
Schon mit Babys ab etwa einem halben Jahr, sobald sie sicher auf dem Schoß sitzen können.
Das Kind sitzt auf den Knien, man wippt im Takt und lässt es beim „plumps“ vorsichtig ein Stück nach unten.
Ja, sehr viele. Mal fällt der Reiter in den Graben, mal in die Hecken, mal ins grüne Gras – je nach Region und Familie.
Ja, „Hoppe, hoppe Reiter“ ist gemeinfreies Volksgut und darf frei gespielt und gesungen werden.
Er verbindet Nähe, Rhythmus und Sprache und stärkt so Bindung und Urvertrauen – eine ideale erste Musikerfahrung.
Im Mitmach-Video auf dem YouTube-Kanal Kinderlieder mit Bobby sowie bei Spotify, Apple Music, Amazon Music und Deezer.